Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber sobald die Tage ruhiger werden, die Luft frischer ist und es abends früher dunkel wird, merke ich, dass mein Körper ein wenig mehr Entschleunigung braucht. Der Herbst bringt eben nicht nur Veränderung mit sich, sondern erinnert uns auch daran, öfter auf uns selbst zu hören und neue Energiequellen für den Alltag zu finden.
Gerade an nebeligen und grauen Tagen sehne ich mich oft nach Gemütlichkeit, einer kuscheligen Wolldecke und entspannten Stunden auf dem Sofa. Und ganz ehrlich? Auch das darf manchmal einfach sein. Gleichzeitig ist der Herbst für mich aber auch die perfekte Gelegenheit, bewusster mit mir selbst umzugehen und kleine Rituale in den Alltag zu integrieren, die neue Kraft schenken.
Mit ein paar einfachen und wohltuenden Tipps können wir die Herbstzeit wunderbar für uns nutzen, neue Energie tanken und uns voller Leichtigkeit und Lebensfreude auf die kältere Jahreszeit einstimmen.

Herbstwald ist unglaublich schön!
Aber warum ist das so?
Schuld für die trübe Herbststimmung ist der Mangel an Tageslicht. Unserem Körper fehlt das Licht, das für die Produktion von Serotonin ist. Serotonin ist verantwortlich für gute Stimmung und einen guten Start in den Tag. Doch wenn es morgens erst später hell wird und abends früher dunkel, dann produziert unser Körper mehr Melatonin, welches auch als Schlafhormon bekannt ist. Also Licht beeinflusst unseren Körper, unser Wohlbefinden und unseren Hormonhaushalt erheblich.
Folgen nun mehrere trübe Tage hintereinander, dann mangelt es uns auch vermutlich an Vitamin D. Psychologen und Ärzte vermuten, dass das Vitamin D für die Bildung von Melatonin sowie dem Serotonin mitverantwortlich ist. Normalerweise bilden wir ausreichend Vitamin D, wenn wir in den sonnreichen Monaten viel draußen unterwegs sind und genügend UV-B-Strahlen abbekommen. Wenn wir also an grauen Herbsttagen lieber auf der Couch liegen, hindern wir zusätzlich die wichtige Vitamin-D-Produktion.
Ich habe viel zu diesem Thema recherchiert und alle Tipps selbst erfolgreich getestet …und hier kommen meine 7 besten Tipps gegen Herbstblues:
1) Der wichtigste Tipp zuerst: Ausreichend Bewegung! Anstatt auf der Couch abzuhängen, sollten wir so oft es möglich ist, rausgehen und uns bewegen. Egal, ob Wind oder Regen. Meine Huawei-Smartwatch hat sich ziemlich gut bei mir bewährt, sie pusht mich und regt zu einer guten Wochenbilanz an. Ärzte raten: An mindestens fünf Tagen in der Woche mindestens 30 Minuten Bewegung. Entweder gehen wir walken (Powerwalk – klicke hier für ausführlichen Beitrag), joggen, schwimmen, Fahrrad fahren und zusätzlich ein oder zwei Einheiten Kraft- und Koordinationsübungen (Yoga oder Tai Chi).

Ich liebe die frische Luft und der Duft im Herbstwald. Da macht mir das Joggen richtig viel Spaß…und von Kälte oder schlechte Laune keine Spur mehr.
2) Gesunde Ernährung: Sollten wir ja immer tun, aber gerade in der nasskalten Jahreszeit wichtiger als wir denken. Damit wir unseren Serotoninspiegel durch Nahrung etwas anheben (wegen L-Tryptophingehalt) sollten wir vermehrt Bananen, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, frisches dunkelgrünes Gemüse, Quinoa, Hafer, Hirse und Weizenkeime essen. Aber insgesamt gilt wohl, dass wir unsere Mahlzeiten frisch und achtsam zubereiten und bewusst essen. Und was viele nicht wissen: Kantinenessen hat so gut wie keine Vitamine- oder Nährstoffe mehr (durch das extrem lange Warmhalten).

Sellerie-Parmesan-Schnitzel mit Endiviensalat (Rezept klicke hier). Schmeckt mega lecker.
3) Vitamin B12 Spiegel testen lassen. Vielleicht merken wir im Herbst deutlich, dass unser Engerielevel extrem niedrig ist. Möglich wäre ein B-12 Mangel, der unseren Energiestoffwechsel vermutlich sehr stark beeinflusst. Fühlen wir uns erschöpft, müde, haben Konzentrationsschwierigkeiten und Muskelschwäche, dann sollten wir diesen Wert (besonders im Herbst) beim Hausarzt testen lassen. Falls ja, wird uns der Arzt ein passendes Präparat verordnen. Leider besitzen nur tierische Lebensmittel Vitamin B12 in ausreichenden Mengen. Daher müssen besonders Vegetarier und Veganer ihre Versorgung über Nahrungsergänzungsmittel sicherstellen. Alle anderen sollten aber dennoch nun nicht sofort den Grill anschmeißen und sich mit Würstchen und Nackensteaks vollstopfen. Ich empfehle: Ein- bis zweimal die Woche Bio-Rindfleisch auf den Speiseplan zu setzen.
4) Stress reduzieren. Gilt eigentlich für das ganze Jahr, aber besonders im Herbst benötigen wir ausreichende Kraft- und Energiereserven. Deswegen empfehle ich ein 6-Minuten-Tagebuch und das Lesen von Lebensratgebern. Ein Tagebuch hilft uns Stressfaktoren schneller zu identifizieren, weil wir mit dem Aufschreiben unser Augenmerk auf unsere „Themen“ setzen. So können wir schneller reagieren, wenn uns so einiges bewusst wird. Außerdem setze ich schon immer auf positive Bücher. Besonders am Morgen lese ich gerne ein paar Seiten (10-20 Minuten) in einem Lebensratgeber. Gerade am Morgen bauen mich gute Nachrichten, Empfehlungen, positive Ratschläge, Lebensweisheiten und auch spirituelles Wissen unglaublich auf. Es gibt mir einen positiven Start in den Tag und es sind „positive Weisheiten“ in meinem Kopf – anstatt mich in negativen Grübeleien zu verfangen.
Hier ein kleiner Auszug meiner persönlichen Lesetipps für eine positivere Lebenseinstellung:
Mögest du glücklich sein – Laura Malina Seiler
Du musst nicht von allen gemocht werden – Ichiro Kishimi / Fumitake Koga
Das Robbins Power Prinzip – Tony Robbins
Alle Bücher von Louise Hay
Das 6-Minuten-Tagebuch – Dominik Spenst
Eine neue Erde – Bewusstseinssprung anstelle von Selbstzerstörung – Eckhart Tolle
Ein neuer Anfang. Das Handbuch zum Erschaffen deiner Wirklichkeit – Esther Hicks
Glücksprinzip – Positives Denken lernen – Johannes Freitag
5) Auf ausreichende Aufnahme von Antioxidantien achten. Ja, schon oft habe ich mit diesem Begriff hier auf meinem Blog um mich geworfen, aaaaber auch wenn ich mich wiederhole, Antioxidantien bekämpfen sog. freie Radikale und helfen unserem gesamten Organismus bei Heilung und Gesunderhaltung. Wenn wir nur wenige Antioxidantien aufnehmen, aufgrund chronischer Mangelernährung (Fraktion: Curry Wurst, Pizza, Burger, Weißbrot, und kein Obst oder Gemüse), dann kann dies zu vermehrten Zellschädigungen, mutierten Zellen, überlastetes Immunsystem und zu beschleunigtem Altern führen. Und das wollen wir doch nicht, oder? Das wohl stärkste Antioxidants ist vermutlich das Vitamin C. Ich esse z. B. fast jeden Tag eine Kiwi zum Frühstück und trinke abends noch ein Glas mit Camu Camu Pulver (sehr hoher Vitamin C Gehalt). Und natürlich ernähre ich mich überwiegend gesund und koche immer frisch.

Aber auch Hagebuttenpulver kommt bei mir fast jeden Tag zum Einsatz. Ich streue das rote Powerpulver einfach in mein Müsli, es schmeckt unglaublich gut und fruchtig. Außerdem habe ich immer rote Beeren im Gefrierfach (daher bestens für die kalte Jahreszeit geeignet), um mein Müsli damit zu anzureichern. Dunkle Beeren, wie z. B. Heidelbeeren und Himbeeren strotzen vor Antioxidantien.

Oder ein Powersmoothie mit Rote-Bete-Saft, Heidelbeeren, Ingwer und Leinöl.

Ärzte raten, mindestens drei bis vier Portionen dieser antioxidantienreichen Lebensmittel täglich zu sich zu nehmen. Hier klick könnt ihr euch zu diesem Thema weiter informieren. Quelle: www.unser-aller-gesundheit.de
6) Um unsere Abwehrkräfte perfekt zu stärken sind Kältereize sehr wirksam. Schon 1821 wusste der Priester Kneipp aus dem bayrischen Schwabenland, wie gesundheitsförderlich die Kaltwassertherapie sein kann. Wechselduschen sind für mich immer ein gutes Mittel, um morgens wach zu werden. Es regt meinen Kreislauf an und ich starte fitter (und fröhlicher) in Tag. Einfach nach der warmen Dusche, den Strahl auf kalt umstellen. Am besten an den Füßen anfangen und dann langsam den kalten Wasserstrahl nach oben führen. Dieser Kältereiz in Form von „Kneippschen Güsse“ stärkt unsere Abwehrkräfte und regt die Durchblutung im ganzen Körper an. Eine Anleitung zum richtigen Kneippen könnt ihr hier nachlesen. Quelle: www.kneipp.com
7) Soziale Kontakte: Gerade in der kühleren Jahreszeit tut uns Nähe besonders gut. Zeit mit Familie, Freunden oder auch netten Kollegen schenkt neue Energie, hebt die Stimmung und erinnert uns daran, wie wichtig echte Verbundenheit ist. Ob gemeinsames Kochen, ein Kinobesuch oder ein Abendessen — oft sind es schon kleine Treffen, die unseren Alltag schöner machen. Natürlich bleibt Achtsamkeit wichtig, aber sich komplett zurückzuziehen, ist selten gut für Körper und Seele. Denn wir Menschen sind einfach nicht dafür gemacht, alles allein mit uns auszumachen. Wir brauchen Gespräche, gemeinsame Erlebnisse, herzliche Umarmungen und dieses schöne Gefühl von Verbundenheit. Genau das tut nicht nur unserer Seele gut, sondern wirkt sich auch positiv auf unser Wohlbefinden aus.
Fazit:
Wir können also eine ganze Menge dafür tun, um mit guter Energie, Leichtigkeit und einem positiven Gefühl in den Herbst zu starten. Oft sind es schon die kleinen Dinge, die einen großen Unterschied machen: ein bewussterer Umgang mit Ernährung, etwas mehr Bewegung an der frischen Luft, ausreichend Ruhe, erholsamer Schlaf und schöne Momente mit Familie und Freunden.
Auch liebevolle Gesten, wertvolle Gespräche und der Fokus auf die positiven Dinge im Alltag können uns gerade in der kühleren Jahreszeit unglaublich guttun. Vielleicht ist der Herbst sogar der perfekte Anlass, die eigenen Gewohnheiten einmal achtsam zu hinterfragen und neue, gesündere Routinen in den Alltag zu integrieren.
Ich merke selbst immer wieder, dass es manchmal nur kleine Impulse braucht: an einem Abend etwas früher ins Bett zu gehen, trotz grauem Wetter eine Runde nach draußen zu machen (ich sage nur: Powerwalking!!!) oder sich bewusst etwas Frisches und Gutes zu kochen. Genau diese kleinen Entscheidungen helfen dabei, Körper und Seele etwas Gutes zu tun.
Was ich sagen möchte: Wir dürfen gut für uns sorgen und uns bewusst die Dinge schenken, die uns stärken, ausgleichen und neue Energie geben. So wird der Herbst nicht nur gemütlich, sondern auch eine wunderbare Zeit, um achtsamer mit sich selbst umzugehen und mit einem guten Gefühl durch die Saison zu gehen.
Ich hoffe, ich konnte euch mit meinen Tipps den Herbstblues etwas versüßen? Wie vertreibt ihr eure trüben Gedanken? Auf welche Tipps setzt ihr im Herbst? Schreibt mir gerne einen Kommentar….ich freue mich!
Eure Hanuki


