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Wer rastet, der rostet – langsamer altern mit Fitness und Sport

Lange Zeit haben wir geglaubt, dass wir ab 50 sportlich nicht mehr das leisten können, was mit 25 oder 35 noch ganz selbstverständlich war. Und natürlich verändert sich der Körper mit den Jahren. Das Gewicht hält sich hartnäckiger, gerade bei uns Frauen zeigen sich Veränderungen oft schneller an Hüften und Po — und ja, auch ich kenne das nur zu gut.

Doch viel entscheidender als die rein optische Veränderung ist etwas anderes: unsere Gesundheit. Denn wenn wir im Alter zunehmend inaktiv werden, steigt auch das Risiko für verschiedene Erkrankungen. Dazu zählen unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und Arthrose und andere Wehwehchen, auf die wir gut gerne verzichten wollen. Genau deshalb ist Bewegung und Sport vor allem eine Investition in ein gesundes und selbstbestimmtes Leben.

Was ich darüber gelesen habe:

Vor einiger Zeit habe ich mir das spannende Ratgeberbuch Schnell + Fit ab 50“ von Joe Friel gekauft. Der Autor spricht sehr deutlich aus, worauf es ankommt: Je mehr wir uns bewegen, desto besser sind unsere Chancen, gesund älter zu werden. Besonders interessant fand ich seine Aussage, dass regelmäßiges Training den Alterungsprozess sogar nachweislich verlangsamen kann. Der Grund dafür liegt unter anderem in unseren Zellen: Bewegung kann dazu beitragen, dass wichtige Zellstrukturen länger „jung“ bleiben, während Inaktivität den Abbau eher beschleunigt.

Besonders spannend ist, dass Friel nicht nur moderate Bewegung empfiehlt, sondern auch intensive Trainingseinheiten. Also Sportarten wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren, bei denen der Puls durchaus einmal richtig ansteigen darf. Natürlich immer angepasst an das eigene Fitnesslevel und die persönliche Gesundheit — aber eben mit dem Mut, den Körper auch wirklich zu fordern. Dauerhaftes „schonen“ ist eher kontraproduktiv!

Auch bei Wind und Regen macht laufen Spaß!

Mein aktuelles Wehwehchen:

Ich selbst bin momentan in meinen sportlichen Aktivitäten etwas ausgebremst, weil ich mit einer entzündeten Schulterkapsel zu tun habe. Trotzdem versuche ich, konsequent dranzubleiben. Mindestens zweimal pro Woche gehe ich joggen, am liebsten mit einer krassen Steigung auf dem Weg, sodass der Puls ordentlich an seine Grenzen kommt. Zusätzlich mache ich ein- bis zweimal pro Woche Gerätetraining (nicht für die Schulter), um meine Muskelkraft zu stärken. Auch mit Ü50 trainiere ich noch mit schweren Gewichten — natürlich kontrolliert und bewusst.

Motivation ist alles!

Was mich dabei besonders motiviert: Unser Körper ist viel leistungsfähiger, als wir oft denken. In jungen Muskeln gibt es besonders viele Stammzellen, die für Regeneration, Kraft und Aufbau wichtig sind. Mit zunehmendem Alter nimmt diese Zahl zwar ab, was unter anderem zu Sarkopenie, also Muskelabbau, führen kann. Doch genau hier kommt Bewegung ins Spiel. Forschungen zeigen, dass regelmäßige körperliche Aktivität dabei helfen kann, diesen Prozess zu verlangsamen und die Muskulatur länger leistungsfähig zu erhalten. Weitere Infos klick hier…(Assmann Stiftung)

Das bedeutet ganz klar: Wir können auch im Alter noch Muskeln aufbauen. Wir können stärker werden. Und wir können aktiv etwas dafür tun, dass unser Körper länger fit und belastbar bleibt. Der Rückgang unserer Muskulatur ist eben nicht nur eine Frage des Alters, sondern sehr oft auch eine Frage des Gebrauchs.

Bequemlichkeit im Alter – Gefährliche Gewohnheiten:

Wenn wir ehrlich sind, beginnt die Bequemlichkeit oft im Kleinen: mit dem Auto bis direkt vor den Supermarkt fahren, lieber sitzen statt laufen, lieber Sofa und Fernsehen statt Spaziergang. Doch genau diese Gewohnheiten können wir Schritt für Schritt verändern. Mit etwas Disziplin, Motivation und der Bereitschaft, uns selbst wieder mehr zuzutrauen.

Ich bin ein Tracking-Junkie – Wenn’s hilft….

Mir persönlich hilft es sehr, meine Fortschritte sichtbar zu machen. Eine Smartwatch oder Fitness-App kann unglaublich motivierend sein. Stichwort: Vitalwertüberwachung haha! Schritte, Puls, Trainingseinheiten oder auch Werte wie der VO2max zeigen schwarz auf weiß, was man schon geschafft hat. Und genau das kann ein wunderbarer Ansporn sein, dranzubleiben. Für mich jedenfalls der beste Antreiber. Ich nutze eine uralte Huawei Smartwatch GT 2 (schon alt) und dazu die Huawei Health+ App auf dem Smartphone.

Meine Erfahrung ist deshalb ganz eindeutig: Regelmäßiges Training ist eines der besten Mittel gegen Muskelabbau, schwindende Kraft und hartnäckige Fettansammlungen. Gerade auch intensivere Einheiten können wichtige Prozesse im Körper anregen, den Stoffwechsel aktivieren und dabei helfen, sich insgesamt stärker, fitter und vitaler zu fühlen.

Joggingrunde und aktuell wieder regelm. Training durch die Weinberge – 3,5 Kilometer in 30 Minuten (mit starker Steigung zwischendurch) – Ziel: 5 Kilometer in 40 Minuten.

Fazit

Älter werden bedeutet nicht automatisch, schwächer zu werden. Vielmehr ist es die perfekte Gelegenheit, bewusster auf den eigenen Körper zu achten und aktiv etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Wir müssen nicht perfekt sein, aber wir können versuchen Kraft zu erhalten und leistungsfähig zu bleiben. Kleine Schritte – große Schritte – egal, hauptsache es werden mehr!

Denn Bewegung ist und bleibt eines der wirkungsvollsten Mittel, um körperlich und mental in Balance zu bleiben. Oder ganz einfach gesagt: Wer rastet, der rostet. Wer sich bewegt, gewinnt längere Lebensqualität.

Extra-Bonus: Wenn wir anfangen regelmäßig Sport zu machen, dann ernähren wir uns automatisch gesünder. Wir hören auf zu schlemmen, weil wir gerade Heißhunger haben. Wir hören wieder mehr auf unseren Körper und bekommen ein Gefühl, was für ihn gut ist und was nicht. Schöner Nebeneffekt finde ich.

Ich hoffe, euch hat mein kleiner Fitness-Motivations-Beitrag gefallen. Erzählt mir gerne von euren sportlichen Aktivitäten oder Zielen… Ich freue mich!

Hanuki ♥

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