Heute geht es um Haare — und um eine kleine Ginger-Hair-Story. Denn meine Haare waren schon immer ein sensibles Thema. In meiner Jugend waren sie für mich oft „zu rot“ und damit leider oft Anlass für Hänseleien (Rote Zora lässt grüßen!), mittlerweile nicht mehr rot genug, da die Rotpigmente (Phäomelanin) sich im Alter in ein langweiliges Rose-Dunkelblond verändern. Dazu kamen viele, dicke Naturwellen, die gern ihr eigenes Ding machten: mal strohig, mal widerspenstig und selten so, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Heute, mit Ende 50, bin ich froh, dass ich noch so viele und dicke Haare habe. Ich trage sie nach wie vor gerne lang und vorwiegend glatt geföhnt. Obwohl es in meiner Altersgruppe vielleicht schon nicht mehr so angebracht ist langes Haar zu tragen, glaube ich, dass dies jede Frau für sich entscheiden muss. Haare sind ein persönlicher Ausdruck der Individualität und bei mir sind es nun mal lange (feminine) Haare. Leider haben aber lange Haare den Nachteil, dass sie sehr viel Pflege benötigen. Besonders meine übersensiblen Naturwellen, verschmähen günstige Drogerieprodukte und zeigen ihre Abneidung darüber in übertriebener Strohigkeit. Hinzu kommt, dass mein natürlicher Rotton sich mit dem Alter langsam verändert (verblasst) und ich nun alle zwei- bis drei Monate meine natürliche Ur-Haarfarbe beim Friseur nachtönen lassen muss.
Hintergrund: Es hat den Eindruck, das Rot bei Rothaarigen verschwindet mit der Zeit, aber es ist eher ein Verblassungsprozess und dieser setzt deutlich später ein als das Ergrauen bei z. B. dunkelhaarigen Menschen. Das heißt, ich habe einen deutlich geringeren Grauanteil als meine Altersgenossinnen.
Die richtige Pflege ist bei trockenen Naturlocken einfach entscheidend. Ich habe schon immer viel in hochwertige Haarprodukte investiert. Trotzdem glänzen meine Haare nicht jeden Tag seidig und glatt. Aber ganz ehrlich: So sind Naturlocken eben.
Meine persönlichen Pflege-Lieblinge:
Bei meiner Pflege setze ich vor allem auf feuchtigkeitsspendende Produkte, die speziell trockenes Haar pflegen und einen Anti-Frizz-Effekt haben. Besonders gerne verwende ich Haarpflege-Produkte von Goldwell Dualsenses Rich Repair (Shampoo und Conditioner) für trockenes Haar und seit neustem das Paul Mitchell Awapuhi Wild Ginger Repair Intensive Treatment. Einmal in der Woche trage ich eine sehr reichhaltige Tiefenpflege-Maske auf, sie ist seit Jahren mein Favorit: Sebastian Professional Penetraitt Maske. Für meine Haare zählt vor allem eines: viel Feuchtigkeit, und eine hochwertige Pflege, die von innen stärkt und die rauhe Struktur nährt und glättet.

Meine persönlichen Haarpflegetipps für den kommenden Winter:
– Weniger oft waschen. Wasche deine Haare am besten nur noch 2- bis 3-mal pro Woche, um die natürlichen Fette der Kopfhaut zu erhalten. Zwischendurch einfach mal Trockenshampoo benutzen und die Haare auffrischen.
– Lauwarmes Wasser zum Waschen benutzen. Zu heißes Wasser trocknet die Haare aus.
– Hochwertige Pflegeprodukte mit viel Feuchtigkeit benutzen.
– Haare vor den kalten Temperaturen und dem Wind zu schützen, d. h., wenn es nun richtig kalt wird und wir uns draußen aufhalten, dann schützen Mützen und Schals unsere Haare vor zu viel Kälte.
– Extra-Portion Feuchtigkeit spenden. Nach dem Waschen mit einem Leave-In-Conditioner einsprühen. Ich verwende den Leave-In-Conditioner von Rituals (Anti-Frizz).
– Gesunde Ernährung und die Einnahme von hochwertigen Antioxidantien unterstützen unser Haarwachstum. Besonders Vitamin E und Vitamin C verringern oxidativen Stress (dieser greift u.a. die Lipidschicht des Haares an und macht es stumpf). Ich habe gute Erfahrungen mit der dauerhaften Einnahme von Hydrolysierten Kollagen-Peptide (Kollagen) – Wissenschaftliche Studien zeigen, dass oral eingenommenes Kollagen die Hautfeuchtigkeit verbessert, wovon auch die Kopfhaut profitiert. Lest gerne meinen Beitrag zum Thema Kollagen – Klick hier.
Fazit:
Unsere Haare begleiten uns ein Leben lang und können unserer Individualität Ausdruck verleihen. Besonders wir Frauen, legen einen hohen Wert auf gepflegte Haare und wenden vielleicht auch viel zu viel an, um sie zu pflegen. Sie sind Ausdruck von Identität, Weiblichkeit und Selbstbewusstsein. Schon in frühen Jahren und Kulturen galten Haare als Symbol für Stärke, Schönheit oder Status – und bis heute prägen sie, wie wir uns selbst und wie andere uns wahrnehmen. Kein Wunder, dass wir so viel Zeit und Mühe in die Pflege investieren. Heute versuche ich meine Mähne nicht mehr in eine bestimmte Form zu zwingen, sondern sie so zu nehmen, wie sie sind.

Wie pflegt ihr eure Haare? Setzt ihr auf bestimmte Haarpflegeprodukte? Berichtet mir gerne von eurer persönlichen Haarstory….!

