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Lass den Kopf nicht hängen – Zuviel Smartphone macht uns traurig

So ihr Lieben, jetzt wird es gleich ganz ungemütlich für euch. Wenn ihr gerade meinen Beitrag auf eurem Smartphone lest, sitzt ihr dabei wahrscheinlich nicht aufrecht, wie es eigentlich für euren Körper gesünder wäre? Wahrscheinlich ist eure Haltung sogar unnatürlich gekrümmt und eurer Kopf ist nach vorne über gebeugt? Alles mit ja beantwortet? Dann ist dies genau der richtige Beitrag für euch…also Kopf hoch!

Jeden Morgen, wenn ich mit dem Bus zur Arbeit fahre oder mit der S-Bahn unterwegs bin, sehe ich immer das gleiche Bild: Gekrümmte Menschen, die auf ihr Smartphone starren. Sogar Mütter, die Kinder dabei haben sind nicht mehr mit ihren Kindern beschäftigt, sondern gucken lieber in ihr Ding. Dass unsere Gesellschaft dadurch immer mehr vereinsamt ist ein anderes Thema, ich finde es nur ziemlich erschreckend. Aber, dass das Smartphone auch unserer Gesundheit schadet, war mir neu und hat mich ziemlich nachdenklich gemacht. Aber von Anfang an….

Welche Probleme können durch zu langes Smartphonelesen entstehen?

Eine berühmte Harvard-Psychologin (Amy Cuddy) hat folgendes zum Thema „Smartphone schadet nicht nur der Psyche, sondern auch dem Körper“ erforscht. Sie hat einen Artikel in der New York Times veröffentlicht, in dem sie von den massiven Belastungen für unseren Nacken beim Smartphone-Lesen schreibt. Die Professorin an der Harvard Business School fand heraus, dass unser Nacken eine Belastung von ca. 30 Kilo aushalten muss, wenn wir uns nur um 60 Grad nach vorne beugen, um auf unser Smartphone zu starren. Das ist viel mehr, als unser Kopf normalerweise wiegt. Immer mehr Jugendliche und Erwachsene müssen sich daher schon früh in die schmerzhafte Behandlung eines Physiotherapeuten begeben.

Das ist aber leider nicht alles. Nicht nur der Nacken leidet – auch die Psyche.

Wie das, fragt ihr euch jetzt bestimmt? Was hat die Psyche mit meinem Smartphone zu tun? Die Harvard-Psychologin warnt in ihren Studien nicht nur vor physischen Nackenbeschwerden, sondern auch vor psychischen Problemen, die durch krummes Sitzen hervorgebracht werden. Es gibt nämlich einen Zusammenhang mit der körperlichen Haltung auf die Psyche. Eine typische Smartphone-Haltung sieht so aus, dass die Menschen stundenlang gekrümmt und mit gebeugtem Kopf sitzen. Diese Position nehmen wir normalerweise im alltäglichen Leben nur ein, wenn wir traurig, depressiv oder niedergeschlagen sind. Diese Haltung signalisiert also unserem Hirn, dass etwas nicht stimmt. In einer Studie wurde tatsächlich bei Probanden (die diese Haltung einnahmen) festgestellt, dass sie in gekrümmter Haltung und in einem fiktiven Bewerbungsgespräch viel mehr negative Antworten gaben als die Vergleichsgruppe, die vorher aufrecht saß. Die Probanden, die krumm dasaßen, zeigten insgesamt ein signifikant niedrigeres Selbstwertgefühl und schlechte Stimmung, als die Aufrechtsitzenden.

Was können wir dagegen tun?

Natürlich obliegt es jedem selbst, wie er sein Smartphone-Verhalten gestaltet. Es ist aber wichtig, dass wir uns dem ganzen Verhalten etwas bewusster werden. Denn statistisch gesehen schauen wir bis zu 215 Mal am Tag aufs Smartphone. Professorin Cuddy rät uns, die Schultern öfters zurückzunehmen und den Kopf aufrecht zu halten, wenn wir das Smartphone benutzen. Außerdem sagt sie: „Die Haltung eures Körpers beeinflusst die Haltung eures Geistes“ – unsere Körperhaltung ist demnach immer mit unserer Psyche verbunden. Eine gerade Haltung und ein erhobener Kopf signalisiert also immer Stärke und Selbstbewusstsein.

Also Mädels: Kopf hoch!!! Und vielleicht ist ein echtes Gespräch mit der Freundin viel schöner, als sich alles per WA mitzuteilen. Fangt doch also wieder an in der Echt-Welt zu kommunizieren.

 

Bildquelle: Ariel Lustre (Unsplash)

 

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