Glück
Schreibe einen Kommentar

So cool kann Dankbarkeit sein!

Ich wuchs in einer ganz normalen „kleinbürgerlichen“ Familie auf. Ich hatte zwei ältere Schwestern und liebevolle Eltern. Ein Anliegen meiner Eltern war immer, dass wir höflich zu älteren Menschen sind und immer Guten Tag, Danke und Bitte sagen. Es waren zwar nur kleine Verhaltensregeln, aber sehr wichtige. Denn das ständige Grüßen auf der Straße „Guten Tag Frau Müller“, wenn ein Erwachsener entgegenkam nervte mich als Kind doch total. Voll uncool war das. Sollte ich es einmal vergessen haben, dann wurde meine Mutter beim nächsten Einkauf oder Begegnung auf das Versäumnis ihrer (unhöflichen) Tochter hingewiesen. Was natürlich zu späterem Schimpfen und Ermahnungen führte.

Kleine Worte – große Wirkung!

Die Wörter „Danke“ und „Bitte“ sind auch heute noch so tief in meinem Verhalten eingebrannt, dass ich jedesmal erstaunt bin, wenn es bei anderen nicht so ist. Höflichkeit und Dankbarkeit sind für mich unzertrennbar verknüpft. Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Abgesehen davon, dass ich mich immer wie ein guter Mensch fühlen möchte, bekomme ich auch meistens von den anderen etwas zurück. Ein freundlicher Blick, ein nettes „Bitte“ oder ein freundliches Lächeln stimmen mich immer positiv.

Unfreundlichkeit und Undankbarkeit sind für mich schwer zu ertragen. Mein Lebensmotto lautet: Wie im Kleinen – so im Großen. Wenn ich mit Leuten in einer Bar unterwegs bin oder in einem Restaurant bin und der Kellner oder die Bedienung von jemanden herumgescheucht wird oder über kleine Fehler unfreundlich getadelt wird, dann ist dies für mich jedesmal ein Schock. Ich kenne entfernte Leute, die Kellner in einem überfüllten Bierzelt bei 30 Grad Hitze wegen einem Glas Eiswürfel mehrmal hin- und herhetzen ließen – und dann noch nicht einmal Danke sagten. Das war für mich nicht nur schwer auszuhalten, sondern auch ein Grund diese Menschen nicht mehr zu treffen.

Dankbarkeit ist für mich mehr als nur gutes Benehmen und Höflichkeit. Gute Umgangsformen sind Gewohnheiten, die wir uns angewöhnt haben oder von unseren Eltern mitbekommen haben. Dabei verstehen viele nicht, wie wichtig es ist „Gutes“ auszusenden und wie gut es sich anfühlt auch etwas „Gutes“ zurück zu bekommen. Dabei ist es so einfach: Es geht dir so richtig gut und du fühlst dich wunderbar, weil du etwas Schönes bekommen hast (ein herzliches Danke, ein Kompliment oder ein liebevoller Gruß usw.), weil du dich bei einem Menschen bedankt hast oder um etwas nett gebeten hast. Auch dem Gegenüber geht es richtig gut, weil er etwas geben  konnte und ihre/seine Bemühungen anerkannt wurden. Wenn meine Bekannte dem gestressten Kellner gesagt hätte: „Oh vielen Dank, sie haben heute einen Orden verdient“, dann wäre er vermutlich immer noch getresst geblieben, aber er hätte Anerkennung erfahren und hätte vielleicht auch ein Lächeln übrig gehabt. So verschlechterte sich seine Gestresstheit und vermutlich auch seine Stimmung (und seine Frequenz).

Das Gesetz der Anziehung passt hier gut zum Thema – und ja, das Gesetz wirkt immer, ob wir wollen oder nicht.

Tatsache ist, dass unsere Gedanken, Taten und Gefühle einen Einfluss haben auf unsere Umwelt und Mitmenschen. Das alte Sprichwort ist zwar schon abgedroschen, aber es stimmt zu 100% „Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es wieder hinaus.“  Bewusste und unbewusste Signale die wir aussenden, bekommen wir meistens genauso auch wieder zurück. Hinzu kommt, wenn wir statt dankbar und höflich zu sein, zornig, gleichgültig oder arrogant auftreten, so wird die Frequenz (Energielevel) niedriger und die Verbundenheit mit unserer Ursprungsenergie leidet. Dann befinden wir uns einem niedrigen Energiebereich und ziehen Gleiches an (Gleiches, was ebenfalls in einem niedrigen Frequenzbereich schwingt).

Beispiel: Wir sind verärgert und frustriert, weil uns die Reparatur am Auto doppelt so viel kostet wie ursprünglich von der Werkstatt geschätzt. Man präsentiert uns eine hohe Rechnung und wir zahlen mit viel Ärger und Zorn den nicht-nachvollziehbaren hohen Betrag. Man streitet mit dem Werkstattchef und verlässt die Autowerkstatt wütend und ohne Gruß. Schlecht gelaunt und immer noch verärgert gehen wir trotzdem abends mit Freunden in eine Bar. Die junge Servicekraft hat ihren zweiten Arbeitstag und kippt uns versehentlich ein wenig vom Cocktail über unser neues Kleid. Wir schreien sie an und verlangen den Chef, um uns beschweren. Alle Anwesenden fühlen sich unwohl (alle). Wütend und noch frustrierter verlassen wir später die Bar. Am Auto angekommen, finden wir einen Strafzettel fürs Falschparken. Auf dem Heimweg werden wir geblitzt und der Tag geht mit viel Frust und Ärger zu Ende. Das ist der perfekte und wunderbare Beweis für das Gesetz der Anziehung. Mit einer niedrigen Frequenz sind wir nicht in der Lage, weitere sich gut anfühlenden Dinge und Erfahrungen in unserem Leben zu manifestieren. Ärger verursacht mehr Ärger. Frust zieht mehr Frust an. Wir alle kennen das.

Wieder Gutes in unser Leben ziehen…

Dabei gibt es viele wunderbare Möglichkeiten, sich gut zu fühlen und mehr Gutes in unser Leben zu ziehen. Wir müssen nur unsere Frequenz erhöhen. Das geschieht mit simplen Dingen wie Höflichkeit, Freundlichkeit, Dankbarkeit und positivem Denken. Doch so richtig cool wird das Ganze erst, wenn wir den kleinen Dingen wieder mehr Aufmerksamkeit schenken. Wir sind alle gleich, egal ob wir Managerin bei Daimler sind oder eine Reinigungskraft am Bahnhof, diese Tatsache sollten wir nie vergessen. Und wenn wir positive Energie aufwenden gegenüber uns und unserem Mitmenschen, dann fällt diese wieder auf uns zurück. Denn zu jeder Handlung gibt es Reaktion. Hätten wir bei dem Missgeschick in der Bar herzhaft gelacht und der Kellnerin ein extra Trinkgeld für ihren zweiten harten Tag gegeben, dann hätten wir ein herzliches Lächeln und Dankbarkeit erhalten. Wir wären (alle) mit einer positiven Stimmung nach Hause gefahren und hätten damit eine stärkere Verbindung zu unserem höheren Selbst gespürt. Wir wären achtsamer gewesen mit uns selbst und hätten nicht noch mehr Schlechtes angezogen.

Merke: Wenn wir aktiv dankbare und positive Energie ausstrahlen, kehrt sie sofort zu uns zurück – in allen Bereichen.

Kleines (herzliches) Schild an einer Ladentür in Lindau.

Mit ein paar simplen Methoden können wir bewusst noch mehr positive Resonanz erfahren – Mit Geben und Nehmen:

  • Spenden an eine Hilfsorganisation, die uns am Herzen liegt. Alles was wir von Herzen geben, kommt mit Freude wieder zu uns zurück.

  • Etwas verschenken. Schenken fühlt sich immer gut an. Und der Beschenkte schenkt uns Dankbarkeit und Freude.

  • Wir geben mehr Trinkgeld als bisher.

  • Wir bedanken uns bei anderen (auch bei Servicekräften, Reinigungskräften, Kassiererinnen, Freunden, Kollegen, Familie, Bekannten, und und und…).

  • Wir lächeln, auch bei Missgeschicken.

  • Wir machen Komplimente so oft es geht. .

  • Wir danken für das Gute im Leben.

  • Praktizieren wir Dankbarkeit und Höflichkeit und machen beides zur Routine.

Fazit:

Und nach ein paar Wochen halten wir inne und spüren die ersten guten Dinge, die in unser Leben kommen und wie toll es sich anfühlt zu geben und zu empfangen. Wir genießen die höhere Frequenz und wir spüren, dass noch mehr Gutes auf uns zukommen wird. Wenn wir jeden Abend kurz die Dinge des Tages Revue passieren lassen und Dankbarkeit empfinden, dann schärfen wir unsere Wahrnehmung für die schönen Dinge des Lebens (auch die Kleinen). Also probiert es aus und findet heraus, wie viel Kraft es gibt, jeden Tag bewusst kleine und größere Glücksmomente zu schaffen – nur indem wir dankbar sind und Positives aussenden.

 

Bitte schreibe hier Deinen Kommentar.