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Rundgang im Wintersalon der schönen Dinge

Letzten Sonntag war ich zu Besuch in den wunderschönen Räumen der Kunstgalerie Bernhard Knaus Fine Art zum zweiten Wintersalon der schönen Dinge in Frankfurt, wo verschiedene Designer/innen die Möglichkeit hatten ihre aktuellen Kreationen zu präsentieren. Von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr konnte man ganz entspannt feinste Designermode, Kunst, Schmuck, Designertaschen, Tücher, Porzellan und andere Kunstgegenstände entdecken und kaufen.

Gastgeber waren: Albert’s Bird, Carlitos, Chichino, CocoLores, Jutta Horn, Liebesdienste Wine&more, Angela Miklas, Sandra Nitz, Rokoko, Beatrice von Knebel Doeberitz, Weltenleser und Andreas Zidek.

Es war ein schöner Sonntagnachmittag und ich konnte trotz meiner begrenzten Zeit glücklicherweise mit ein paar bekannten Gesichtern von Chichino und CocoLores plaudern und mir einen ersten Eindruck von den „schönen Dingen“ machen.

Meine erste Station war danach der Stand von dem Schmuckdesigner Andreas Zidek. Seine gesamte Schmuckkollektion beeindruckte mich vor allem wegen seinen ungewöhnlichen und filigran gearbeiteten Schmuckstücken im Jugendstil mit Insekten. Teilweise lebensecht wirkende Falter aus Gold und Silber sind in seinen Schmuckelementen verarbeitet. Diese werden mit Edelsteinen kombiniert oder einzeln als Ohrringe oder Anstecker gefertigt. Im Gespräch erfuhr ich, dass Andreas Zidek ein spezielles Verfahren entwickelt hat, um einen lebensechten Abdruck von den Insekten zu gewinnen. Anschließend wird das Schmuckstück in Edelmetall gegossen und so entsteht ein fast lebendig aussehendes Insekt aus Gold und Silber.

Ich fand die Schmuckstücke sehr anziehend und ungewöhnlich schön. Besonders die große Nachtfalterkette mit Türkiskugeln war das absolute Highlight für mich.

Danach führte ich ein Gespräch mit der Designerin Angela Miklas. Sie startete erst 2014 mit ihrer Karriere als Taschendesignerin. Doch sie hat sich bereits jetzt einen Namen gemacht und ihre Taschen sind allesamt nicht nur wunderschön, sondern auch von sehr hoher Qualität. So erzählte mir Angela, dass alle Handtaschen in deutschen Traditionsmanufakturen handgefertigt werden und nur feinstes Rindsleder aus Italien und Nubukleder aus dem Allgäu verwendet werden. Sobald man eine der Taschen sanft streichelt, weiß man, wie sich Qualität anfühlt – nämlich traumhaft weich und schön. Die Schultertaschen sind zudem praktisch, weil man sie auch bequem zur Clutch umfunktionieren kann.

Nach einer kurzen Stärkung mit leckerem Kuchen und Leberpastete führte ich meinen Rundgang fort. Schon direkt am Anfang waren mir die Spitzenkragen, Spitzenanhänger, Joker-Ketten aus Samt ins Auge gefallen. Beim näheren Betrachten konnte ich erkennen, dass viele der feinen Anhänger aus Spitze einen gewissen Retro-Touch hatten. Ich liebe „alte“ Dinge und Stoffe, die noch diese gute Qualität und dieses Design haben. Im Gespräch mit der Modedesignerin Jutta Horn (Vive Pink) wurde mir so einiges klar. Hier war ein Profi am Werk. Frau Horn hat nicht nur Erfahrungen als Modedesignerin, sie arbeitet auch erfolgreich als Stilberaterin im Raum Frankfurt, Wiesbaden, Nürnberg und St. Gallen. So erzählte sie mir, dass sie schon seit vielen Jahren Stilberatung für Frauen und Männer betreibt und diese auch auf ihren Einkaufstouren begleitet und auch schon mal einen Profiblick in den Kleiderschrank wirft. Ihre Schmuckstücke und Accessoires gestaltet und designt sie selbst und verwendet vorwiegend Spitzenreste aus alten Zeiten.

So entsteht ein besonderes Design. Ich durfte eine Blumenkette umlegen und war sofort hin und weg. Entgegen meinem Grundsatz „ich kaufe nichts, wenn ich im Dienst bin“, wanderten die kleine Spitzenkette und eine Joker-Kette in meine Tasche.

Wer sich ein bisschen in der Frankfurter Designerbranche auskennt, der kennt natürlich auch das Modelabel CocoLores. Hinter dem vor 9 Jahren gegründeten Modelabel stehen die beiden Frankfurterinnen Claudia Frick und Olivia Dahlem. Das Label vereint feminine und trendige Businessmode mit Qualität und perfektem Design. Man kann bei den schönen Kleidern schon schwach werden und die vielen schönen Details an den Jacken und auch die Kombinationen von ungewöhnlichen Mustern schaffen ein individuelles Design.

Natürlich plauderte ich auch mit Angelika Platte von Chichino. Wir kennen uns aus Wiesbaden und ich hatte auch schon an anderer Stelle über das tolle Modelabel aus Wiesbaden berichtet. Die Kleider von Chichino lassen mein Herz ebenfalls immer höher schlagen. Angelika schafft es gekonnt, ungewöhnliche Muster und edle Stoffe harmonisch miteinander zu kleinen tragbaren Kunstwerken zu verbinden. Mit Chichino-Mode ist man immer stilsicher und edel angezogen.

 

Meine letzte Station am Sonntag war der Stand von Juliane Kowalt. Sie ist die Designerin und Gründerin von dem Label Albert’s Bird. Ungewöhnliche Taschen und Anhänger aus echtem Fell und Schmuck aus bunten Stoffen fielen mir zuerst ins Auge. Im Gespräch mit Juliane erfuhr ich, dass sie für ihre schönen Accessoires Vintage-Seidentücher verwendet. Diese erhalten in Kombination mit Jeansstoffen ein neues und stylisches Design. Ich durfte ein Stoffarmband ausprobieren und fand es richtig schön. Alle Stücke sind ein Unikat und sie entstehen in aufwendiger Handarbeit mit Liebe zum Detail. Die Accessoires aus Fell entstehen aus Vintage-Pelzen (Restbeständen) und werden in Zusammenarbeit mit einem Kürschnermeister hergestellt.

Leider konnte ich aufgrund meiner begrenzten Zeit nicht alle Stände besuchen, aber es war ein schöner Nachmittag mit vielen neuen Eindrücken und mit netten Designern. Ich finde, dass Frankfurt ein wirklich hohes modisches Potential besitzt und sich nicht nur als Bankenstadt etabliert hat.

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