Anti-Aging
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Das Grauen – und wie es sich vermeiden lässt

Es gibt Botox gegen Falten, Laser gegen Pigmentflecken, Silikon zum Aufpolstern, fast alle Anzeichen des Alters lassen sich mittlerweile mit den neuesten Techniken beheben, nur beim Ergrauen der Haare hieß bislang die einzige Methode: Färben! Forscher versuchen seit einigen Jahren die Ursachen für das Ergrauen zu erforschen. Seitens der Schulmedizin gilt das Ergrauen als ein natürliches Alterungsmerkmal, die jeder zu akzeptieren hat. Die alternative Heilmedizin hingegen vertritt auf der anderen Seite die Auffassung, dass das Ergrauen der Haare in den meisten Fällen auf Übersäuerung des Organismus und den hieraus resultierenden Mineralstoffmangel zurückzuführen ist. Die Schulmedizin dagegen sagt, dass uns graue Haare (und Haarausfall) in die Wiege gelegt sind und unsere genetische Veranlagung den Zeitpunkt für das Ende unserer natürlichen Haarfarbe festlegt.

Wie entstehen überhaupt graue Haare?

Hauptgrund ist in der Regel, dass unser Körper mit zunehmenden Alter nicht mehr genügend von der Aminosäure Tyrosin produziert, die wiederum für die Melaninproduktion verantwortlich ist. Fehlendes Melanin führt dann zu einer Hypopigmentierung und wird durch die Einlagerung von Luftbläschen im Haarschaft ersetzt. Die Haare werden optisch weiß, bzw. durchsichtig. Haare haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 3 –7 Jahren. Nach dieser Zeit fällt das Haar aus und es wächst in der Regel ein neues an dieser Stelle nach. An Schläfen und Bart ist der Zyklus viel kürzer, deshalb ergrauen die Menschen an diesen Stellen auch schneller.

Welche These stimmt denn nun?

Ich habe mich schon vor einigen Jahren mit diesem Thema beschäftigt und ich kann belegen, dass ich der These der Schulmedizin nur bedingt zustimmen kann. Denn in unserer Familie sind alle (!), sowohl meine Mutti, Tanten als auch meine Schwestern schon relativ früh (Anfang 30) ergraut. Nur ich hatte etwas mehr Glück und habe bis heute, mit Ende 40, nur wenig graue Haare.

Was könnte der Grund sein?

Ich vertraue da ganz der These der alternativen Naturheilmedizin, und aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass ein Vermeiden von Übersäuerung im Körper nicht nur zur besseren Gesundheit, sondern auch zur Erhaltung und Umkehr von altersbedingten Prozessen führt.
Zur Erläuterung: unser Körper verfügt über viele verschiedene Puffersysteme, um eine Übersäuerung des Organismus bis zum gewissen Grad zu neutralisieren. Zu diesen Puffersystemen gehört das Blut, die Lunge, der Darm, unser Gewebe und die Nieren. Wenn die Übersäuerung (z.B. falsche Ernährung oder ungesunder Lebensstil – Rauchen!!!) einen bestimmten Level erreicht hat, der über die natürliche Kapazität des Körpers hinausgeht, wird unser Körper gezwungen, nach den noch vorhandenen Stoffen (Mineralstoffe) zu suchen, die diese überschüssigen Säuren binden und neutralisieren können.

„Der Haarwuchs zeigt den Kontostand des noch vorhanden körperchemischen Neutralisierungspotentials an.“ (Dr. h. c. Peter Jentschura)

Ist unser Körper also stark übersäuert, sucht er sich die verbliebenen Mineralien im Körper, um diese Säuren zu neutralisieren. Führen wir diese nicht zu, was in der heutigen Zeit eher die Regel, als die Ausnahme ist, zwingen wir unseren Körper dazu, seine eigenen Mineralstofftankstellen anzuzapfen.

Der regelmäßige Verzehr von stark säurebildenden Nahrungsmittel führt also zu einem hohen pH-Wert im Körper. Die Säuren müssen von  unserem Körper neutralisiert werden, hierbei bedient er sich wie beschrieben, gnadenlos des Haarbodens und entzieht unserem Haar die Mineralien, die unsere gesunden, farbenstarken Pigmente sichern.

Die folgenden Lebensmittel sind stark säurebildend:

• Fleisch und Wurst (besonders Schweinefleisch, Wild, Rindfleisch)
• Geflügelprodukte
• Eier
• Milch und Milchprodukte
• Nüsse (Erdnüsse)
• Hefeprodukte
• Zucker und Süßigkeiten (u.a. Gummidrops, Kuchen)
• Cola und Limonaden
• Alkohol
• Kaffee
• schwarzer Tee

Weitere Fakten:

Natürlich spielt beim Ergrauen auch das Alter eine wesentliche Rolle. Für die natürliche Farbe der Haare ist das Farbpigment Melanin verantwortlich. Im Alter verlangsamt sich die Melanozyten-Aktivität und die Produktion von Melanin wird langsam eingestellt. Dadurch verliert das Haar seine natürliche Farbe und wird weiß.

Für mich stellte sich auch die Frage, kann man die Produktion von Melanin wieder aktivieren, oder den Prozess mit bestimmten Maßnahmen, Nährstoffen, Verhaltensweisen verlangsamen?

Bei meinen Recherchen habe ich herausgefunden, dass folgende Nährstoffe eine wichtige Rolle spielen und ggf. den Prozess der Melanozyten-Aktivität positiv beeinflussen:

1. Biotin: Eine starke Auswirkung auf das Wachstum und Zustand der Haare hat Vitamin H, oder besser bekannt als Biotin. Bei Mangel, wachsen Haare nur schwach und langsam nach, gehen vermehrt aus und können frühzeitig die Farbe verlieren. Biotin kommt vor allem in Sojabohnen und Eigelb vor, aber auch in Pilzen, Hülsenfrüchten, Nüssen und Getreide. Auch in Hefe, Avocados und Spinat ist Biotin enthalten.

2.  Vitamin B-12: Ein Mangel an Vitamin B12 ist häufig Ursache für vorzeitiges Ergrauen. Viele Menschen, die vegan leben, bekommen plötzlich graue Haare, da in tierischen Produkten wie Eiern, Milch und Fleisch Vitamin B12 enthalten ist.

3. Vitamin B-5 – Pantothensäure: Die Pantothensäure ist im Organismus auf verschiedene Arten am Kohlenhydrat-, Fett- und Aminosäurenstoffwechsel beteiligt. Sie wirkt auf unzählige Auf- und Abbauprozesse mit. Vitamin B5 hat eine wichtige Funktion im gesamten Energiestoffwechsel, beim Aufbau von Bindegewebe, Schleimhäute, Haare und Nägel.

4. Reishi und Hericium (Chinesische Vitalpilze)

5.  Fo-Ti: In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sind die Haare ein Spiegel der Nierenfunktion und der Qualität des Blutes. Die Chinesische Medizin empfiehlt Fo-Ti. Es handelt sich hier um chinesische Kräuter, die oft in der TCM verwendet werden und angeblich einen Rückgang grauer Haare bewirken. (Noch nicht ausprobiert)

6. Algen (z.B. Spirulina in Tablettenform)

7. Weizengraspulver, Gerstengras und chlorophyllhaltige Lebensmittel (z.B. grüne Smoothies)

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8. Schüssler Salze: Es haben sich drei Schüssler Salze sehr gut bewährt: Silicea, Kalium phosohoricum und Calcium phosphoricum.

Fazit:

Prinzipiell geht es um das Thema Entsäuern und um Zellregeneration. Kennt man sich ein wenig mit den Zusammenhängen aus, landet man immer wieder bei einem gesunden Lebensstil, bei dem Ernährungsgewohnheiten eine zentrale Rolle spielen. Durch die permanente Aufnahme von basischer, enzymreicher Kost, Superfoods und viel grünem Gemüse und Smoothies trägt man letztendlich wohl auch dazu bei, die Enzym- und Mineralstoffproduktion wieder hinreichend anzukurbeln.

Grünkohl

Meine persönliche Erfahrung:

Ich habe für mich die besten Resultate mit Chinesischen Vitalpilzen und grünen Smoothies erreicht. Seit ca. 4 Jahren nehme ich regelmäßig Reishi Vitalpilze, trinke grüne Weizengrassäfte und fühle mich damit nicht nur fitter und ausgeglichener, sondern konnte auch ein verlangsamtes Ergrauen meiner Haare feststellen. Ob es nur an den Pilzen liegt, oder an einem gesunden Lebensstil allgemein, oder an beidem, kann ich nicht sagen.

Wer sich für die Chinesischen Vitalpilze interessiert, kann sich auf der Seite „Vitalpilze.de“ informieren. Dort geben Heilpraktiker auch Tipps zu den verschiedenen Pilzen und welche Krankheiten man mit den Pilzen positiv beeinflussen kann.

ReishiVitalpilze

Hinweis: Ich bin kein Arzt, und bei Krankheiten und Beschwerden, bitte immer zuerst einen Arzt aufsuchen!!!

Wer noch weitere Tipps hat, wie man die „graue Eminenz“ auf dem Kopf im Zaum hält, der kann mir gerne schreiben.

 

 

 

 

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