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Bist du auch ein Zombie? – Wie uns das Handy alt und krank macht.

Wusstet ihr, dass die meisten Menschen ca. 88 Mal am Tag ihr Smartphone checken? Kommt euch das bekannt vor, tagsüber stundenlang im Büro vorm Computer sitzen, unterwegs immer mal schnell eine WhatsApp Nachricht schreiben, Instagram, Facebook und E-Mails checken und dann abends noch mal die volle Dröhnung Netflix? Der Spaß daran wird euch gleich vergehen, versprochen! Denn all das ist nicht nur Dauerstress für den Kopf, sondern auch der Supergau für unsere Haut!! Das Blue Light aus Computermonitoren, Smartphones und Tablets greifen nämlich unsere Haut an und lassen uns im mehr alt aussehen.

Fakt ist:

Wir verbringen mittlerweile durchschnittlich 4 Stunden täglich am Smartphone. Ist das nicht erschreckend? Fakt ist, diese Dauerbestrahlung durch das blaue Licht (HEV-Licht = High Energy Visible Light) hinterlässt hässliche Spuren in unseren Gesichtern. In ersten Studien konnten Wissenschaftler feststellen, dass es einen Zusammenhang zwischen dem blauen Licht und vorzeitiger Hautalterung gibt. Man geht davon aus, dass das energiereiche HEV-Licht tief in unsere Haut eindringt und dort oxidativen Stress auslöst. Dabei werden große Mengen an freien Radikalen gebildet, die unser Bindegewebe angreifen, zu Zellschäden führen und Pigmentflecken, Falten, Erschlaffung der Haut (Doppelkinn) und Austrocknung begünstigen. Experten sprechen bereits vom „Screen Face“ und von „Indoor-Smog“.

Jetzt wird es kurz wissenschaftlich:

Ich erkläre kurz, warum das blaue Licht so schädlich für unsere Haut ist. Das HEV-Licht ist hochenergetisches sichtbares Licht, das im Lichtspektrum direkt neben der UV-Strahlung liegt. Es hat eine Wellenlänge von 380 bis 500 Nanometer und daher eine hohe energetische Strahlung. Dies bewirkt, dass freie Radikale in unsere Haut eindringen und unsere Zellen angreifen. Dr. Peter Kessler erklärt: „Durch die Zerstörung von wichtigen Bindegewebefasern wie Elastin und Kollagen, die für die Spannkraft und Elastizität der Haut verantwortlich sind, kann es in ausgeprägten Fällen zum sogenannten Screen Face kommen, das sich mit faltiger Haut und allgemeiner Erschlaffung des Gesichts-Bindegewebes bemerkbar macht. Die Haut ist durch den oxidativen Stress, der durch blaues Licht entsteht, auch anfälliger für generelles Austrocknen und Ekzeme.

Als Bloggerin fällt es mir auch oft schwer das Ding für eine Weile wegzulegen.

Weitere Gefahren:

Zu viel blaues Licht lässt uns also nicht nur vorzeitig altern, es kann auch unsere natürliche Hautschutzbarriere schwächen, wodurch dann andere schädliche Stoffe (z. B. Feinstaub) leichter in unsere Haut eindringen können. Dies kann zu Schäden in der Haut führen und unsere Haut rasant altern lassen.

Auch nicht zu verachten ist die Gefahr für unsere Augen. Das blaue Licht schädigt auf Dauer leider auch unsere Augen. Sehen wir tagsüber zu wenig in die Ferne, können sich unsere Augen weniger entspannen, sie “verlernen” es regelrecht, unterschiedliche Entfernungen schnell scharf zu stellen. Dadurch entsteht in unseren Augen Dauerstress. Hinzu kommt, dass wir beim Blicken auf Smartphone-Displays naturgemäß weniger blinzeln und dadurch unsere Hornhaut weniger mit Tränenflüssigkeit benetzt wird. Dies kann zu trocknen und überanstrengten Augen führen. Im schlimmsten Fall, dass sich unsere Sehleistung verschlechtert.

Insbesondere das benutzen von Displays, Monitoren oder Fernsehgeräte im Schlafzimmer bringen unseren Schlaf-wach-Rhythmus durcheinander. Denn viele Studien haben mittlerweile bestätigt, dass das blaue Licht die Melatoninausschüttung hemmt und damit unser natürlicher Schlafmodus gestört wird. Ich kenne das sehr gut. Immer dann, wenn ich abends noch spät am Computer arbeite, dann ist es mit Schlafen für die nächsten zwei Stunden vorbei. Ich liege dann zwar müde im Bett, aber mein Körper ist aufgewühlt und kommt nicht zur Ruhe. Daher versuche ich bis spätestens 20.00 Uhr den Rechner runter zu fahren.

Hier ein paar Tipps gegen unsere Handy- und Computersucht?

    • Handyfreie Zonen einrichten. Wichtigste Zone: Schlafzimmer. Also nicht vom Handy wecken lassen!! Blaue Displays im Schlafzimmer bringen unseren Schlaf-wach-Rhythmus durcheinander. Es gibt günstige Funkwecker und die melden sich nur, wenn es wirklich Zeit ist.
    • Öfters Offline gehen. Ob in der Mittagspause, beim Spaziergang, beim Treffen mit Freundinnen oder bei der Familie – Handy ausschalten. Hier noch eine kleine Anmerkung: Es gibt in meinen Augen nichts schlimmeres, als Eltern die ständig auf ihr Display schauen, anstatt sich mit ihren Kindern zu beschäftigen. Oder Menschen, die während der Autofahrt ihr Smartphone bedienen. Geht gar nicht, Leute!! Musste ich jetzt mal loswerden, sorry.
    • Wer abends nicht auf Smartphone oder Tablet verzichten kann, sollte dessen Blaulichtanteil reduzieren. Viele Hersteller bieten in ihren Geräten einen speziellen Modus an, der den Blaulichtanteil verringert. Oder sich eine Display-Filter-App installieren.
    • Mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen auf beleuchtete Displays verzichten.
    • Benachrichtigungen ausschalten. Wenn es ständig piept, summt oder vibriert, reagieren wir immer neugierig und schauen nach. Wenn wir den Ton ausschalten, finden wir für längere Zeit Ruhe (und so wichtig sind die meisten Nachrichten auch nicht).
    • Für alle Dauersurfer/innen und E-Mail-Checker/innen gibt es spezielle Anti-Pollution Kosmetik. Schmutzpartikel und oxidativer Stress durch zu viel HEV-Licht erhöhen die Talgproduktion und legen einen Grauschleier über unseren Teint.
    • Öfters an die frische Luft gehen und am Arbeitsplatz kleine Pausen einlegen. Immer wieder in die Ferne schauen und die Augen relaxen.

Fazit:

Ja, wir leben in einem rasanten Medienzeitalter. Leider wissen wir noch nicht, wie sich das alles auf uns langfristig auswirken wird. Ich selbst merke bereits, dass mich das Handy oft stresst, wenn es piept und in meiner unmittelbaren Nähe liegt. Auch meine Augen sind durch das tägliche Arbeiten am Rechner bereits geschädigt. Ich versuche immer zwischendurch Pausen einzulegen und mal aus dem Fenster zu schauen. Tagsüber habe ich mein Smartphone (im Büro sowieso) auf lautlos gestellt, und abends lege ich mein Handy in die Küche und da bleibt es auch die ganze Nacht. Ich beobachte aber in meiner Umgebung, egal ob in der Stadt oder auch im Bekanntenkreis, das Smartphone ist immer und überall präsent. Sogar Kinder bekommen nichts mehr von ihrer Umwelt mit, wenn sie ein Smartphone in den Händen halten. Ich finde diese Entwicklung furchtbar, weil wir nicht mehr unsere Umgebung, unsere Freunde, Familie, Autoverkehr oder die Natur wahrnehmen. Wie Zombies laufen wir durch die Gegend und schlechte Haut bekommen wir auch noch davon.

Es wird Zeit sich wieder mit offenen Augen zu begegnen, sich Zeit zu nehmen für wichtigere Dinge. Sich mit realen Freunden treffen. Mit den Kindern spielen. Die Bäume wieder im Wald zu sehen usw…. Ist die Sucht zu groß, dann hilft wohl nur noch eins: In ein Digital-Detox-Camp einzuchecken. Oder, was meint ihr dazu? Wie handysüchtig seid ihr?

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