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Australien – alte Liebe rostet nicht!

Nun nach fünf Wochen Abwesenheit, möchte ich mich wieder bei euch zurückmelden. Vielleicht habt ihr Hanuki schon abgeschrieben und euch woanders umgeschaut? Das kann ich euch gar nicht übel nehmen. Geplant waren eigentlich nur drei Wochen Urlaub, aber es kam ganz anders.

Dabei hat alles so gut angefangen, unser wunderschöner Australienurlaub. Drei Wochen sind wir mit dem Auto die Ostküste entlang gefahren. Insgesamt haben wir 3.200 km zurückgelegt und die tollsten Strände, Städte und Küstenabschnitte gesehen. Wundervolles Frühlingswetter, blauer Himmel, Sonnenschein, weiße Strände und subtropische Regenwälder erlebt. So traumhaft schön.

Noosa – Costal Walk

Australien ist meine große Liebe! Australien fühlt sich wie Heimat an. Ein Land das mich glücklich macht. Glücklich in einem Ausmaß, wie es eben nur in Australien möglich ist. Wenn sogar Regentage, eiskalter Südpolarwind, Riesenspinnen, gewaltige Wellen, gefährliche Schlangen, und ziemlich schlechter Kaffee glücklich machen.

Hier ein kleiner Reisebericht:

Unsere Reise begann am 30.10. in Brisbane, dann folgte ein kurzer, aber besonders schöner Abstecher nach Noosa (schockverliebt) und von dort, mit vielen Zwischenstopps wieder Richtung Süden nach Melbourne. Wir besuchten wunderschöne Nationalparks (Lamington Nationalpark – und wohnten im O’Reilly’s Rainforest Retreat ) und verliebten uns in den Eastern Whipbird mit seinem unfassbar komischen Whip-Laut.

 

Waterfalls – Lamington Nationalpark.

 

Pool auf dem wunderschönen Hotelgelände – O’Reilly’s (Lamington Nationalpark)

Danach verbrachten wir etwas Zeit in Byron Bay und wanderten im Springbrook Nationalpark zu einem besonderen Naturschauspiel „Natural Bridge“. Dies ist ein riesiger Wasserfall der durch ein Felsloch strömt.

Natural Bridge

Von Byron Bay fuhren wir weiter nach Southwest Rocks und von dort weiter nach Nelson Bay, wo wir einen besonderen Walk im Tomaree Nationalpark zu einem Aussichtspunkt machten und einen herrlich Blick auf die schönen Buchten hatten.

Unser blaues Gefährt

Tomaree Nationalpark.

Byron Bay – Unsere Sonnenterasse und der allmorgendliche Besucher (Pfau).

Von Nelson Bay sind wir am nächsten Tag nach Sydney gefahren, um dort drei Nächte zu bleiben. Was soll ich sagen, Sydney ist einfach so beeindruckend, so schön und lebendig. Wir hatten ein sehr zentral gelegenes Hotel (Metro Aspire Hotel) und von dort konnten wir perfekt die Stadt erkunden. Wir machten touritypisches Sightseeing mit Hafenrundfahrt und Selfies vor der Oper.

Sydney

Shopping Mall in Sydney

Sydney Oper

Natürlich waren wir auch am Bondi Beach und bestaunten das berühmte Icebergs Schwimmbad, wo ständig die Wellen vom Ozean ins Schwimmbecken schwappen. Wie gerne wäre ich dort ein paar Bahnen geschwommen. Leider war es an diesem Tag regnerisch und kühl.

Bondi Beach – Icebergs Club Schwimmbad.

Aber Sydney hat noch mehr zu bieten, z. B. die Blue Mountains. Sie sind für alle Naturliebhaber ein absolutes Muss. Wir fuhren zunächst zu den Wentworth Falls (Blue Mountains) und wanderten unter tropfenden und von tropischen Pflanzen behangenen Klippen hindurch. So schön!!!

Blue Mountains – Fahrt mit den Seilbahnen – Scenic World in Katoomba.

Walk zu den Wentworth Falls.

Unser Trip ging dann weiter nach Batesmans Bay, von dort nach Gypsy Point, wo wir den herrlichen Strand (Mallacoota Beach) gesehen haben. Von Gypsy Point fuhren wir weiter nach Lake Entrance, wo wir eine Nacht blieben und von dort weiter nach Foster. Dieser Ort ist perfekt, wenn man im Wilson Promontory Nationalpark wandern möchte. Oh ja, da gibt es sehr viel Wild Life (Kängurus, Koalas, Wombats, Emus, Schlangen, Vögel, Wollabys) und wunderschöne, raue und naturbelassene Küstenabschnitte. Und bei einem Walk von Picnic-Bay nach Squeaky Beach (Squeaky – Das quietschende Geräusch, dass die schneeweißen, winzigen runden Quarzsandkörner machen, wenn man darüber läuft, geben diesem beliebten Strand seinen Namen)  habe ich tatsächlich eine Schlange gesehen (ja natürlich giftig und ziemlich groß!!).

Squeaky Beach – Wilson Prom Nationalpark

Das ist eben auch Australien und man sollte besonders in den Nationalparks Respekt gegenüber Natur und Wildlife haben.  Zum Glück hatte die Schlange nur ein gemütliches Sonnenbad genossen und zeigte wenig Interesse an mir, aber ich hatte noch ein paar Minuten später ein bisschen Restherzklopfen.

Kleiner abendlicher Besucher (Wallaby)

Nach zwei Tagen in Foster ging es dann auch schon weiter nach Melbourne, unser Endpunkt wo wir unsere letzten vier Tage verbrachten. Melbourne weckte bei mir einen besonderen emotionalen Punkt in mir.

Melbourne

Vor mehr als vierzehn Jahren lebte ich für fast ein Jahr dort. Leider musste ich damals meine liebgewonnene Zweitheimatstadt wegen gebrochenem Herzen vorzeitig verlassen. Nun wieder zurück war ich überrascht über die vielen neuen Eindrücke, neuen Gebäude, neue Straßenbahnen.

Melbourne

Keine traurigen Gefühle mehr, sondern nur noch schöne Eindrücke. Es macht so viel Spaß durch die lebendige Innenstadt zu spazieren. Überall säumen Bäume und Palmen die Straßen. Besonders die Swanston Street hat ein ganz besonderes Flair. Hier gibt es kaum Großstadthektik, die Aussies sind einfach relaxter und prinzipiell besser gelaunt. Natürlich besuchte ich auch mein früheres Stadtviertel (Elwood). Schon komisch, nach so vielen Jahren wieder durch die alte Wohnstraße zu spazieren.

Wir blieben in den letzten Tagen in unserem Wohnviertel St. Kilda und fühlten uns dort sehr wohl. Leckeres Essen, tolle Bars, Strandleben und viel Sonnenschein machten uns den Abschied ganz schön schwer. Am 19.11. ging es dann leider zurück nach Deutschland.

Drei wundervolle Wochen in Australien gingen leider viel zu schnell vorbei. Der Jetlag war diesmal nicht besonders schlimm und auch nach ein paar Tagen vorbei. Das Fernweh und die Sehnsucht nach Down Under bereits am Tag der Ankunft wieder da.

Doch leider überfiel mich bereits nach vier Tagen in der Heimat ein Terror-Grippevirus. Dieser hat mich nun seit fast zwei Wochen fest im Griff. Normalerweise habe ich mit Erkältung nur eine Woche zu tun, aber diesmal hat es mich so derart erwischt, dass ich nun schon die zweite Woche krank bin und mein Körper sich nur sehr langsam erholt. An Bloggen, Schreiben oder Fotos machen, war bis heute überhaupt nicht zu denken.

Da es jetzt langsam wieder bergauf geht und ich wieder halbwegs aufrecht gehen kann, werde ich euch hier auf meinem Blog bald wieder mit neuen spannenden Themen überraschen.

Ich hoffe, euch hat mein kleiner Reisebericht gefallen…vielleicht wurdet ihr nun auch vom Reisefieber und von meiner Australienliebe angesteckt? Ich kann euch Australien als absolut bestes Urlaubsland nur ans Herz legen. Wart ihr auch schon einmal dort, wo hat es euch gefallen?

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