Anti-Aging, Schönheit
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Auf dem Weg zu gesunder Haut ohne Silikone

Sie klingen schon nicht gut und sie tarnen sich oft unter verschiedenen Namen. Viele schwören darauf und andere verteufeln sie: Silikone. Die Wahrheit über Silikone in Cremes und Shampoos ist gespalten. Und auch bin ich hin und hergerissen, ob ich sie für immer aus meinen Cremes und Tiegeln verbannen soll, oder nicht. Hier die ganze Wahrheit….

Erst einmal die guten Eigenschaften von Silikone in Cremes:

Silikone in Hautcremes haben die Aufgabe einen Schutzmantel gegen Feuchtigkeit aufzubauen, d.h. sie bilden einen Film auf der Haut, der vor Feuchtigkeitsverlust der Haut schützen soll. Außerdem führen sie zu einem angenehmen zarten Hautgefühl. Hauttrockenheit verbessert sich und Falten werden aufgefüllt und wirken dadurch geglättet. Es entsteht ein „WOW-Soforteffekt“, der uns erst einmal vor Freude staunen lässt. Besonders teure Anti-Aging-Cremes nutzen diese Wirkung für sich, um der Frau ein sofortiges Happy Feeling zu verschaffen. Tja, wenn da nicht die andere Seite der Medaille wäre….(Beitrag enthält Werbung, wegen Markennennungen – unbezahlt)

Hier die Schattenseiten von Silikone:

Anti-Aging-Cremes mit Silikonen, werden deswegen so gehypt, weil sie einen sofortigen Weichzeichner-Effekt erzielen. Der Effekt hält jedoch nur so lange, wie sich das Silikon auf der Haut befindet. Auf längere Sicht wird ab einer gewissen Konzentration die Wasserabgabe der Haut nach außen stark eingedämmt und der darunterliegende Schweiß staut sich unter der Creme. Die Folge davon ist, dass die Haut langsam austrocknet und aufquillt, weil sie nicht mehr atmen kann. Silikone legen sich tatsächlich wie ein Film über die Haut und verstopfen langsam Poren und Schweißdrüsen. Im schlimmsten Fall kann sich der Hautzustand verschlimmern und spröde werden. Das größte Problem ist aber, dass die natürliche Regeneration der Haut durch den chemischen Film verhindert wird – die Haut kann nicht mehr arbeiten. Mittlerweile raten auch Hautärzte von der Verwendung von Cremes mit Silikonen ab.

Auch in Shampoos enthaltene Dimethicone wirken nur oberflächlich, sie legen sich ebenfalls wie ein Film um das Haar, anstatt einzudringen und die Struktur zu verbessern. Einige Silikone (besonders in den günstigen Produkten) sind nicht wasserlöslich und lagern sich langsam an den Haaren ab, bis diese keine Pflegestoffe von außen mehr aufnehmen können – die Folge: Strohige Haare und Spliss. Mehr Infos dazu könnt ihr hier nachlesen….

PEGs die bösen Verwandten:

Aufpassen solltet ihr auch auf „PEGs“ in euren Kosmetikprodukten. Sogenannte Polyethylenglycol und PEG-Derivate sind billige Emulgatoren und dienen als Hilfsstoff, um die Basisstoffe in einer Creme zu verbinden und eine seidige Konsistenz zu erwirken. Die PEGs machen aber vor allem eins: sie machen die obere Hautschicht durchlässig für schädliche Stoffe, die dann Allergien auslösen können. Also achtet auch auf: „PEG“, „PPG“ und auf „Polyglycol“. Besser Finger weg davon.

Und wie erkennt man die Silikone?

Sie verbergen sich im Kleingedruckten auf der Verpackung. Meistens werden folgende Silikone in Cremes verwendet: „Dimethicone“, „Methicone“, „Polysiloxane“ oder „Cyclomethicone“. Und je weiter vorne die Stoffe in der Inhaltsliste aufgeführt sind, desto höher die Konzentration.

Mein Fazit:

Meine Kosmetikerin hatte mich vor ein paar Monaten auf das „Silikon-Problem“ aufmerksam gemacht. Ich war davon ausgegangen, dass meine 80-Euro-Luxuscreme ihr Geld Wert sei und meine Haut davon profitierte. Dem war leider nicht so. Mein Hautzustand war nur oberflächlich gut und meine Poren waren einfach nur zugekleistert und konnten keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen. Ich cremte also mehr und mehr, aber meine Haut blieb durstig. Ein Never-Ending-Kreislauf entstand. Meine Kosmetikerin riet mir zunächst zu einer Diamantmicroabrasion, um verhornte Hautschichten zu entfernen. Dies ist eine der modernsten und effektivsten Peelingbehandlungen in der Kosmetik. Durch das sanfte Abschleifen und Absaugen werden alle abgestorbenen Hautzellen entfernt und der Regenerationsmechanismus der Haut wird wieder angeregt. Bereits kurz nach der Behandlung sah meine Haut wieder viel glatter, frischer und strahlender aus. Ich hatte sofort das Gefühl, als könne meine Haut wieder atmen. Danach legte ich mir natürlich gleich eine Tages- und Nachtcreme ohne Silikone und Parabene zu, um meine Haut wieder mit Feuchtigkeit zu versorgen. Es dauerte tatsächlich eine Weile (4 Wochen) bis der Durst meiner Haut gelöscht war.

Also lasst euch nicht von der Kosmetikindustrie täuschen. Schaut genau hin und informiert euch darüber, was ihr auf eure kostbare Haut aufträgt.

Und für die Umwelt sind Dimethicone ebenfalls sehr schädlich. Jeden Tag gelangen große Mengen in unseren Abwässern und Kläranlagen – und letztlich im Trinkwasser.

Wenn ihr unsicher seid, ob eine Creme viele chemische Inhaltsstoffe hat, dann könnt ihr sie auf der Internetseite „Codecheck“ überprüfen. Je grüner der Kreis, desto weniger chemische Inhaltsstoffe hat das Produkt.

Und ich bin wieder auf Naturkosmetik umgestiegen, zur Zeit benutze ich wieder eine Anti-Aging-Creme von Rau Cosmetics.

Schaut genau hin, was ihr auf eure Haut schmiert.

 

2 Kommentare

  1. Lauri sagt

    Interessanter Text und tolle Tipps! 🙂

  2. Hanuki sagt

    Hallo Lauri,

    vielen Dank 🙂

    Liebe Grüße
    Hanuki

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