Glück, Lifestyle and more
Kommentare 2

5 Monate ohne – Mein letztes Feedback

Wenn ihr meinen Blog regelmäßig lest, dann seid ihr über meinen Shoppingboykott informiert, ein halbes Jahr ohne neue Klamotten, ohne neue Schuhe und Taschen. Nun sind fast 5 Monate vergangen, und ihr wollt doch bestimmt wissen, wie es mir bisher ergangen ist? So viel schon mal vorneweg: Es war hart!

Kurzer Rückblick:

Am 14. Oktober letzten Jahres kam ich nach einem Shopping-Ausflug mit vielen Einkaufstüten nach Hause und war frustriert, unglücklich und überfordert. Irgendwie war ich in einer nicht-endenwollenden Konsumfalle gefangen und hatte für mich das gesunde Maß verloren. Natürlich war ich vorher nicht wie eine verrückte Kaufsüchtige unterwegs, die wahllos ihr Geld für unnötige Dinge verschleudert hatte. Ich war eine normale modebewusste Frau, die gerne hin und wieder shoppen ging und den Kleiderschrank bis zum Rande voll hatte. Ich fragte mich also, brauch ich das wirklich alles und noch mehr?? Es war einfach so ein inneres Gefühl von „es ist genug.“ Daher beschloss ich an diesem besagten Tag, einfach mal für 6 Monate auf den Kauf von Klamotten, Schuhe und Taschen zu verzichten.

Ich werde mir auch nie mehr zu kleine Schuhe kaufen, nur weil ich sie so hübsch fand….!

Und wie ist es mir ergangen? Höhen und Tiefen waren vorprogrammiert.

Es war ein Auf und Ab, und nach ca. 3 Monaten wurde es langsam zu einer neuen Gewohnheit, einfach ganz relaxed an den tollen Läden und Boutiquen, ohne Herzrasen, vorbei zu schlendern. Auch als ich M. zum Shoppen begleitete, weil er 2x im Jahr etwas Neues zum Anziehen braucht, wurde ich nicht nervös. Nur einmal hätte ich fast meinen ersten Rückfall bekommen, als im Januar Big Sale bei Peek & K. war. Tolle Wintermäntel mit 50% Rabatt! Oh ja, das war hart! Wie gerne hätte ich da zugeschlagen. Ein Wollmantel von Hugo Boss, um die Hälfte reduziert. Welche Frau bekommt da keine Schnappatmung???

Einen Rückfall gab es jedoch…

Ja, und da muss ich leider ganz ehrlich sein, ich habe eine Handtasche gekauft. So jetzt ist es raus. Es lag aber nicht an einem Anfall von Schwäche, sondern an einer Notwendigkeit für ein geplantes Fotoshooting. Seit letzten September besitze ich ein paar bordeauxfarbene Stiefeletten und keine einzige passende Handtasche dazu. Ich fand diese perfekte bordeauxfarbene Tasche bei einer Bestellung für ein Geburtstagsgeschenk und ich klickte auf „Bestellen“. Für das Fotoshooting konnte ich dann die farblich passende Tasche zu den Schuhen präsentieren. Ich hatte zwar ein schlechtes Gewissen, aber ich konnte es mit mir selbst gut vereinbaren.

Stand heute:

Ich habe durch diese Shopping-Diät mein Kaufverhalten ganz sicher verändert und sehe die Dinge nun wieder aus einem anderen Blickwinkel. Man braucht nicht immer neue Dinge, um glücklicher zu werden. Eigentlich braucht man überhaupt nicht viele „Dinge“ im Leben, denn das wahre Glück hängt von ganz anderen Sachen ab. Mittlerweile macht es mir sogar Spaß meine Kleider neu zu kombinieren oder ihnen mit Schere neue Looks zu verschaffen. Kaum zu glauben, welche Schätze ich bereits in meinem Kleiderschrank gefunden habe.

Ich freue mich schon auf die Frühlingsmode und auf meinen ersten Shoppingausflug…

Ab April darf ich wieder shoppen gehen und ich freue mich auch schon sehr darauf, aber ich bin nicht mehr die, die ich vorher war. Fast-Food-Shopping werde ich ganz sicher nicht mehr betreiben und Superbillig-Marken ebenfalls meiden (habe ich auch vorher sehr selten gekauft). Nachhaltigkeit und Materialqualität sind mir inzwischen sehr wichtig geworden.

Wie steht ihr zu euren Shopping-Gewohnheiten? Was hält ihr von den Superbillig-Marken? 

2 Kommentare

  1. Ich kaufe nicht sauteuer, aber auch nicht total billig. Billigketten und Kleiderschleudern aller Art lehne ich total ab. Und ich versuche auch, weniger zu kaufen und mich an der Kleidung, die ich besitze zu erfreuen. Dein Shopping-Fasten habe ich ja ein bisschen beobachtet. Ich finde deinen Ansatz total lobenswert und wahrscheinlich hast du da wie immer, wenn man fastet, viele Erkenntnisse gewonnen. Wie ich jung gewesen bin, hatte ich noch nicht so viel Geld und habe automatisch nur ganz selten was neues zum Anziehen gekauft. Und das ging auch.
    LG Sabienes

    • Hanuki sagt

      Hallo Sabienes, danke für deinen Kommentar, der leider etwas verspätet kommt. Die Grippewelle hat mich seit letzter Woche mit voller Wucht aus der Mitte gerissen und mich Schach-Matt gesetzt. Zum Glück sehe ich langsam wieder Licht am Horizont 🙂 Wenn man krank ist, dann hat es den einen Vorteil, man kommt nicht raus und man ist nicht mit den alltäglichen Shopping-Versuchungen konfrontiert. Daher gehen die letzten Shopping-Diät-Tage ganz easy vorbei.

      LG
      Hanuki

Schreibe hier Deinen Kommentar. Deine E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.